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Schon Tage vorher hatten die Kinder "Hummeln im Hintern". Obwohl kleinere Auftritte vor Publikum für die Ein- bis 12jährigen von der DRK-Kindertagesstätte Königshain fast schon Routine sind, war es am Mittwochnachmittag doch etwas Besonderes. Das erste Mal durften sie auf "ihrer" Waldbühne am Rubelbruch ein Märchen aufführen. Eltern, Geschwister und Großeltern waren zahlreich erschienen und auch Petrus hatte gerade für diesen Nachmittag seine Pforten geschlossen und bescherte allerschönstes Spätsommerwetter. Gemeinsam legte der Troß von Akteuren und Gästen die kleine Wanderung zum vis á vis gelegenen Wald zurück. Fliegenpilze wie aus dem Bilderbuch standen am Wegesrand und sorgten gleich für das richtige Ambiente eines Märchenwaldes. Vor dem Auftritt gab´s noch eine Stärkung für alle: Semmel mit Wiener schmeckten doch an der frischen Luft gleich noch mal so gut! Als dann alle Gäste auf den Rängen der Naturbühne Platz genommen hatten, öffnete sich der (nichtvorhandene) Vorhang. Bühne frei für "Petja, das entlaufene Küken".
Der achtjährige Tobias war der Erzähler. Mit seinem großen Märchenbuch durfte er am Bühnenrand Aufstellung nehmen. Und dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Wie die Kleinen manchmal so sind, wollen sie allein die Welt erkunden. Das Küken Petja machte da keine Ausnahme und entfernte sich von seiner Familie. Als Mutter-Huhn das Drama entdeckte, war die Aufregung groß. Alle gefiederten Familienangehörigen beteiligten sich an der Suche. Aber auch der böse Fuchs hatte mittlerweile Witterung aufgenommen. Nun wurde es zu einem Wettlauf um die Zeit, bei dem gerade die kleinsten Zuschauer richtig mitfieberten. Aber natürlich gab es ein Happy-End. Dank der Mithilfe der anderen Waldbewohner konnte das Küken Petja wieder zu seiner Familie zurückgebracht werden und der böse Fuchs erhielt unter dem Gejole der Zuschauer seine gerechte Strafe. Meister Reinecke, alias Kindertagesstättenleiterin Carola Miesner, landete kopfüber im Bach. Was für eine Freude! Einzig der Frosch hatte seinen Lach-Einsatz verpasst. Aber den bekam er dafür von der Souffleuse geflüstert. Stehende Ovationen und Zugabe-Rufe waren dann der Lohn für die Schauspieler. Stefanie, Nadine, Eric, Isabell, Johanna und die anderen hatten ihre Sache wirklich gut gemacht und die Premiere trotz Lampenfieber bestanden. Erst nach der Aufführung gab es eine Erklärung für die Aufgeregtheit: "Wir haben das Stück nur zwei mal geprobt."
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